26-08-2013
Über 24 Stunden Anfahrt erfolgreich abgeschlossen
Nun sind wir tatsächlich
angekommen. Im KKID (Karl Kübel Institute for Development) in
Coimbatore. Hier werden wir die nächsten 5 Tage lang bleiben und
einen ersten Eindruck von Indien durch Tempelbesuche, Einkaufen und
vieles weiteres mehr bekommen. So richtig fassen können wir es noch
nicht, dass wir jetzt tatsächlich in Indien sind, und unser Zuhause
für 8 Monate nicht sehen werden. Der Abschied schien uns allen
jedoch nicht sonderlich schwer zu fallen. Natürlich gab es einige
Abschiedstränen am Frankfurter Flughafen, aber bei fast allen
überwiegte doch die Vorfreude auf unser bevorstehendes Abenteuer.
So ging es mit ziemlich guter Laune ins Flugzeug.
Nach 8 Stunden Flugzeit erreichten wir
dann schließlich gegen 01:00 Uhr morgens nach dortiger Zeit
Bangalore. Nachdem wir die Visa-und Reisepasskontrolle sowie den Zoll
überwunden hatten, warteten auf uns weitere 8 Stunden Aufenthalt in
Bangalore bis unser Anschlussflug nach Coimbatore kommen würde. Auf
unser Gepäck aufpassend verbrachten wir die Zeit bis zur
Gepäckaufgabe lesend, schlafend, mit Geldumtauschen und unterhalten.
Den Checkin schafften wir so kompliziert wie möglich zu gestalten,
indem wir, anstatt einzeln einzuchecken, uns in einem Gruppencheckin
versuchten. Mit diesem Unterfangen hielten wir den gesamten Betrieb
unnötig lange auf. Immerhin musste keiner nachzahlen oder umpacken,
obwohl einige von uns das für innerindische Flüge zugelassene
Gepäckgewicht von 20kg überschritten hatten.
Der
erste Kontakt mit Indien
Nachdem wir auch das Gedränge der
Handgepäckkontrolle überwunden hatten, trauten sich fast alle Jungs
und Johanna erstmalig an indisches Essen. Ein Frühstück, bestehend
aus Reis, einem Kringel (den richtigen Namen habe ich leider
vergessen) und einer Soße, die wegen ihres Aussehens
„Broccolicremesuppe“ getauft wurde, allerdings nicht nach
Broccoli schmeckte und außerdem extrem scharf war.
„Während ich diese erste
kulinarische Berührung mit Indien noch ausließ, kam ich ziemlich
schnell in Kontakt mit wartenden Indern an unserem Gate. Als fast
alle schliefen, setzte sich ein indischer Mann mit seinen zwei Söhnen
zu mir und begann mit mir zu reden. Da er leider fast nur Hindi
sprach, hatte ich einige Schwierigkeiten mit ihm zu kommunizieren.
Jedoch sprangen seine Söhne ein und versuchten so gut es ging auf
Englisch zu übersetzen. Das Gespräch mit dem Mann aus Delhi drehte
sich in erster Linie um das Wetter in Deutschland, was wir in Indien
machen und wie es uns hier gefällt. Außerdem kam sehr schnell die
Frage, ob wir denn alle verheiratet wären. Auf meine Verneinung hin,
reagierten die umstehenden Inder, die inzwischen immer mehr geworden
waren, mit großem Erstaunen. Nachdem noch einige Fotos gemacht
worden waren, zeigte der Mann aus Delhi mir noch ganz stolz seine
Karte, die ihn, soweit ich es richtig verstanden habe, als Beamten
auswies. Schließlich verabschiedeten sich alle sehr herzlich, da ihr
Flug aufgerufen worden war.
Ich war überrascht mit welcher
Faszination und Freude sie unsere Gruppe beobachteten und sich mit
uns unterhielten, auch wenn wir und sie nicht alles verstanden.
Natürlich ist es erst einmal ungewohnt, wenn einen auf einmal 7
fremde Menschen umrunden. Jedoch überwiegte für mich die Freude
darüber, dass sich so viele Menschen für mich interessierten. Diese
Offenherzigkeit begegnete mir dann auch direkt im Flugzeug wieder.
Der neben mir sitzende Inder, der schon einmal in Deutschland gewesen
war wie sich herausstellte, fragte mich nach meiner Herkunft und so
kamen wir ins Gespräch. Es ist doch beeindruckend wie kontaktfreudig
hier die Leute im Gegensatz zu vielen Deutschen scheinen.
„
(Robin)
(Robin)
Auf
geht´s ins KKID
In Coimbatore wurden wir dann von
Malathi empfangen. Sie wird uns die nächsten 5 Tage im KKID mit der
indischen Kultur vertraut machen und auch für unseren restlichen
Aufenthalt in Indien ein Ansprechpartner sein. Mit einem Bus ging es
vom Flughafen zum KKID. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen
kurzen Halt und tranken alle gemeinsam unseren ersten Chai in Indien.
Im KKID angekommen machte sich dann bei uns allen die Müdigkeit
spürbar bemerkbar. So schliefen wir fast alle bis zum nächsten
Treffen mit Malathi um 17:00 Uhr. Danach zeigte uns Malathi das
gesamte KKID-Gelände, welches ziemlich weitläufig und sehr schön
ruhig und idyllisch gelegen ist. Schließlich gab es noch sehr
scharfes, aber äußerst leckeres indisches Essen, bevor wir dann
total müde ins Bett fielen. Morgen ist ja schließlich ab 7:00 Uhr
Yoga.

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