Dienstag, 27. August 2013

Endlich da!


26-08-2013
Über 24 Stunden Anfahrt erfolgreich abgeschlossen
Nun sind wir tatsächlich angekommen. Im KKID (Karl Kübel Institute for Development) in Coimbatore. Hier werden wir die nächsten 5 Tage lang bleiben und einen ersten Eindruck von Indien durch Tempelbesuche, Einkaufen und vieles weiteres mehr bekommen. So richtig fassen können wir es noch nicht, dass wir jetzt tatsächlich in Indien sind, und unser Zuhause für 8 Monate nicht sehen werden. Der Abschied schien uns allen jedoch nicht sonderlich schwer zu fallen. Natürlich gab es einige Abschiedstränen am Frankfurter Flughafen, aber bei fast allen überwiegte doch die Vorfreude auf unser bevorstehendes Abenteuer. So ging es mit ziemlich guter Laune ins Flugzeug.
Nach 8 Stunden Flugzeit erreichten wir dann schließlich gegen 01:00 Uhr morgens nach dortiger Zeit Bangalore. Nachdem wir die Visa-und Reisepasskontrolle sowie den Zoll überwunden hatten, warteten auf uns weitere 8 Stunden Aufenthalt in Bangalore bis unser Anschlussflug nach Coimbatore kommen würde. Auf unser Gepäck aufpassend verbrachten wir die Zeit bis zur Gepäckaufgabe lesend, schlafend, mit Geldumtauschen und unterhalten. Den Checkin schafften wir so kompliziert wie möglich zu gestalten, indem wir, anstatt einzeln einzuchecken, uns in einem Gruppencheckin versuchten. Mit diesem Unterfangen hielten wir den gesamten Betrieb unnötig lange auf. Immerhin musste keiner nachzahlen oder umpacken, obwohl einige von uns das für innerindische Flüge zugelassene Gepäckgewicht von 20kg überschritten hatten.


Der erste Kontakt mit Indien

Nachdem wir auch das Gedränge der Handgepäckkontrolle überwunden hatten, trauten sich fast alle Jungs und Johanna erstmalig an indisches Essen. Ein Frühstück, bestehend aus Reis, einem Kringel (den richtigen Namen habe ich leider vergessen) und einer Soße, die wegen ihres Aussehens „Broccolicremesuppe“ getauft wurde, allerdings nicht nach Broccoli schmeckte und außerdem extrem scharf war. 



Während ich diese erste kulinarische Berührung mit Indien noch ausließ, kam ich ziemlich schnell in Kontakt mit wartenden Indern an unserem Gate. Als fast alle schliefen, setzte sich ein indischer Mann mit seinen zwei Söhnen zu mir und begann mit mir zu reden. Da er leider fast nur Hindi sprach, hatte ich einige Schwierigkeiten mit ihm zu kommunizieren. Jedoch sprangen seine Söhne ein und versuchten so gut es ging auf Englisch zu übersetzen. Das Gespräch mit dem Mann aus Delhi drehte sich in erster Linie um das Wetter in Deutschland, was wir in Indien machen und wie es uns hier gefällt. Außerdem kam sehr schnell die Frage, ob wir denn alle verheiratet wären. Auf meine Verneinung hin, reagierten die umstehenden Inder, die inzwischen immer mehr geworden waren, mit großem Erstaunen. Nachdem noch einige Fotos gemacht worden waren, zeigte der Mann aus Delhi mir noch ganz stolz seine Karte, die ihn, soweit ich es richtig verstanden habe, als Beamten auswies. Schließlich verabschiedeten sich alle sehr herzlich, da ihr Flug aufgerufen worden war.
Ich war überrascht mit welcher Faszination und Freude sie unsere Gruppe beobachteten und sich mit uns unterhielten, auch wenn wir und sie nicht alles verstanden. Natürlich ist es erst einmal ungewohnt, wenn einen auf einmal 7 fremde Menschen umrunden. Jedoch überwiegte für mich die Freude darüber, dass sich so viele Menschen für mich interessierten. Diese Offenherzigkeit begegnete mir dann auch direkt im Flugzeug wieder. Der neben mir sitzende Inder, der schon einmal in Deutschland gewesen war wie sich herausstellte, fragte mich nach meiner Herkunft und so kamen wir ins Gespräch. Es ist doch beeindruckend wie kontaktfreudig hier die Leute im Gegensatz zu vielen Deutschen scheinen.
(Robin)


Auf geht´s ins KKID
In Coimbatore wurden wir dann von Malathi empfangen. Sie wird uns die nächsten 5 Tage im KKID mit der indischen Kultur vertraut machen und auch für unseren restlichen Aufenthalt in Indien ein Ansprechpartner sein. Mit einem Bus ging es vom Flughafen zum KKID. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Halt und tranken alle gemeinsam unseren ersten Chai in Indien. Im KKID angekommen machte sich dann bei uns allen die Müdigkeit spürbar bemerkbar. So schliefen wir fast alle bis zum nächsten Treffen mit Malathi um 17:00 Uhr. Danach zeigte uns Malathi das gesamte KKID-Gelände, welches ziemlich weitläufig und sehr schön ruhig und idyllisch gelegen ist. Schließlich gab es noch sehr scharfes, aber äußerst leckeres indisches Essen, bevor wir dann total müde ins Bett fielen. Morgen ist ja schließlich ab 7:00 Uhr Yoga. 


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen