Verkehrte Welt, aber wir haben den Plan.
Eigentlich sollen wir Unterricht geben, aber manchmal kommt
es dann doch anders und wir dürfen die Schulbank drücken.
Unser neuer Lehrer ist 11 Jahre alt, 1,45 groß und vor allem
kann er etwas, das wir nicht können – Kannada!
Wir lernen nun also die Zahlen auf Kannada und haben große
Schwierigkeiten mit der richtigen Aussprache. Alles klingt sehr ähnlich und die
Übersetzung in lateinische Buchstaben mit „Tha“
und „Tha“, für zwei unterschiedliche
Laute, will uns nicht recht einleuchten.
Doch mit der Hilfe unserer Mentoren, hoffen wir darauf,
irgendwann zumindest die Grundlagen in Kannada zu sprechen.
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| Unser neuer Lehrer |
Ganz deutsch - bis ins letzte Detail geplant!
Damit unser Tag aber nicht nur aus Unterricht bekommen
besteht, haben wir nun DEN Plan.
Nach langem Hin- und Her, haben wir einen typisch deutschen
Plan erstellt. Im 45 Minuten Takt, geben wir Computerstunden und
Englischstunden. Wir haben die 40 Kinder nach einem gut ausgetüftelten System
in 4 Gruppen geteilt und ihre Stunden über die 5 Nachmittage ab 17:00
aufgeteilt.
Wir hoffen, dass unser komplizierter Plan von den Kindern angenommen
wird und wir nicht allzu oft unvorhergesehen improvisieren müssen. Insbesondere
sind wir gespannt, wie wir mit der von Spontaneität geprägten indischen
Mentalität klar kommen werden.
| Bis ins letzte Detail geplant! |
Überraschungen gibt es immer wieder!
Wir spielen UNO. Die Pädagogik in diesem Spiel ist
offensichtlich: Farben und Zahlen lernen. Danach wollen wir Frösche basteln.
Allerdings werden unser Frösche von Tauben abgelöst. Der Unterschied: sie sind
lebendig!
Ron* kommt herein, zusammen mit zwei unserer Hostelkinder
und hat links und rechts eine weiße Taube in der Hand. Mit „Coming Sir!“ und
„Foto Sir!?“ werden wir nach draußen gelotst und bekommen eine Taube in die
Hand gedrückt. Nach kritischer Anleitung wie wir die Taube in die Luft werfen
sollen, gelingt es uns dem Tier die Freiheit zu schenken.
| Die Taube von Prachodana |
| Robin übt "Taubewerfen" |
Die offenen Fragen:
- „Woher kommen die Tauben?
- „Wie kommt Ron* an die Tauben?“
- „Warum kommt er am Nachmittag mit einer dritten Taube zu unserer Zimmertür?“
Wie dem auch sei, die Fragen bleiben ungeklärt!
Danke, für diese gelungene und lustige Überraschung und wir
sind gespannt, was uns noch so begegnen wird!
*Name geändert

wie geil is das denn bitte nicci? ich will auch tiere werfen! aber vllt darf ich im februar welche umbringen :) ein paar arme meerschweinchen werden geopfert :D bringst du mir eine taube mit? das wird dann nach einem hamster und einer katze mein naechstes haustier! :D :P
AntwortenLöschenSehr schön, der geschilderte Perspektivwechsel mit dem Jungen als Lehrer!
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