| Ein definitv deutscher Apfel... |
Einen Tag nach Gandhis
Geburtstag, ist es Zeit für ein deutsches Fest.
Der Tag der deutschen
Einheit!
Unser heutiges Tagesziel:
deutsch kochen, aber was?
Unsere Ansprüche:
1.
möglichst
deutsch
2.
unseren
Kochqualifikationen entsprechend
3.
genug für 40
Kinder
4.
nicht zu teuer
5.
nicht zu
zeitintensiv
Schwierige Vorbereitung
Nach langem Hin und Her
fiel unsere Wahl auf Reibekuchen/Kartoffelpuffer.
Punkt 1-4 haben wir damit
gut abgedeckt, Punkt 5 – nicht!
Einen Tag vorher, gingen
wir los, um 12 Kg Kartoffeln, 2,5 Kg Zwiebeln und 2 Kg Äpfel zu kaufen. Das Spannende dabei: 12 Kg
Kartoffeln sind günstiger als 2 Kg Äpfel!
Unser Gemüsehändler wollte
es nicht so richtig glauben und fragte mehrmals nach, ob wir wirklich 12(!) Kg
haben wollten.
Unter all dem Gemüse haben
wir unsere Zwiebeln liegen lassen. Doch ein freundlicher Inder hat sie uns mit
einem Moped hinterhergefahren.
Glück gehabt.
Die Nacht über verliehen
die Zwiebeln unserem Zimmer eine ganz besondere Duftnote.
| 101 Kartoffeln in der Produktion |
| 2,5 KG Zwiebeln dazu! |
Wir haben noch nie so lange am Stück in der Küche gestanden!
Um 15:30 ging es dann los.
Gemeinsam mit bis zu 8 Kindern und unserer Köchin stürzten wir uns auf das
Gemüse.
Insgesamt 105 Kartoffeln,
über 40 Zwiebeln und geschlagene 11 Äpfel lagen zum Schnibbeln und Reiben
bereit. Nach 2 Stunden waren dann die ersten 10 Reibekuchen fertig.
Aber Suresh* und Rashmi*
unsere zwei Kartoffelraspler, waren noch nicht bereit aufzugeben. Doch nicht
nur sie, mit ihnen schnitten Robin, unsere Köchin und Ramashim* tapfer viele
Kartoffeln und Zwiebeln.
| Die etwas speziell (aussehende) Rohmasse |
Wir hatten das Braten unterschätzt.
Nico, Kamala* und Ranchia*
waren um die richtige Mischung, aus Mehl, Zwiebeln, Kartoffeln, Salz, Pfeffer,
Öl und Bratzeit bemüht, als auf einmal unser Mentor in die Küche kam.
Verzweifelt hielt er uns
seine Kameraspeicherkarte unter die Nase.
Das Braten lag damit
alleine in der Hand von Kamala* und Ranchia*.
Nico musste mit dem erste
Hilfe Netbook unter dem Arm retten, was zu retten war.
Die Küchenhoheit hatte
inzwischen Kamala*, keine Chance über die Bratzeit zu verhandeln.
| Der ist gut! |
Drei Stunden später
Wir können servieren. Die
Reibekuchen riechen tatsächlich nach Reibekuchen. Leider fehlt das Apfelkompott.
Dafür gibt es ein Apfelstück mit einer Deutschlandfahne.
Robin spielt die
Nationalhymne auf Trompete und anschließend singen wir.
Wir treffen zwar nicht
jeden Ton, aber immerhin singen wir nicht „brüh im Lichte**“.
Anschließend darf gegessen
werden. Die Beteuerung „super taste“ klingt für uns unglaubwürdig. Aber wir
freuen uns trotzdem, dass die Mühe ankommt!
| Guten Appetit! |
Nach dem Snack stehen wir
noch 1,5 Stunden in der Küche und versuchen den Rest zu Ende zu braten.
Schließlich geben wir auf und überlassen unserer Köchin, zwecks Abendbrotvorbereitung,
das Feld.
So groß haben wir den 3.
Oktober noch nie gefeiert.
Das Fazit des Tages:
| Der Rest.... |
Die Kinder kennen ein
bisschen deutsche Geschichte.
Wir haben viele
Glückwünsche zum Tag der deutschen Einheit bekommen.
Wir standen geschlagene 5
Stunden in der Küche.
Robin wird gedanklich in
der Nacht weiter Zwiebeln schälen.
Nico hat zuviel Kartoffeln
abgeschmeckt, Resultat: Kartoffeln roh sind suboptimal!
Wir haben ca. 4 Kilo
Gemüse zuviel gekauft.
Morgen gibt es Zwiebeln mit Kartoffeln für uns!
*Name geändert
** www.duckduckgo.de ;)
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