In anderen Ländern fragt
man „Wie geht’s?“ Hier heißt es: „Hast du gegessen?“
Schon in dieser
Begrüßungsfloskel wird klar: Essen spielt in Indien eine zentrale Rolle.
Es gibt vier
festgeschriebene Essenszeiten pro Tag. Man startet zunächst mit Chai zwischen 7
und 8 Uhr morgens. Anschließend wird etwa um 8:30 gefrühstückt.
Um 11 ist eine Teepause
angesagt, manchmal gibt es dazu Kekse (bei Prachodana nur zu besonderen
Meetings). Um 13:30 gibt es Mittagessen. Zwischen Vier und Fünf gibt es die
sog. „Snacks“ damit verbunden ist in
der Regel eine Teepause.
Zum Abschluss gibt es um
20:30 ein Abendbrot, eher ein Abendreis.
Besonders auf Festen, ist
das anschließende Essen ein absolutes muss. Wenn es gutes Essen geben soll
gehört, so wie wir es erlebt haben, mindestens eine Sorte Fleisch dazu.
Bei Einladungen sollte als
höflicher Gast den Teller unbedingt leer essen auch wenn man nicht mehr kann.
Hinweise, dass der Magen voll ist, werden belächelt denn es muss zumindest
einmal Nachschlag geben. „No problem, you
won’t eat dinner tonight“.
Bei einem besonderen Fall
wurde uns schon vor Beginn klar gemacht: Dies Schüssel sollen wir doch bitte
aufessen.
Einladungen sind
allerdings die Ausnahme: in der Regel essen wir in Prachodana nach diesem Plan:
Frühstück
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Mittag
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Abendessen
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Montag
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Citrona
Allg: Citrona oder auch lemon
rice ist handelsüblicher Reis mit einer würzig/scharfen Gemüsemischung
Robin: Es steht und fällt mit dem Mischverhältnis. Entweder gut würzig oder
einfach weißer Reis!
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Anna, Samba, Madjige + Pallia
(Reis mit Soße)
Anna: Reis
Samba: würzige Gemüsesoße, von
geschmackslos bis scharf, von einer Kartoffel bis zu fünf verschiedenen
Gemüsesorten, Qualtität von „ich hab Hunger“ bis „es schmeck richtig gut!“
Pallia: Täglich ein anderes Gemüsecurry
die Identifizierung der Sorten gestaltet sich als schwierig. Gemüsenamen auf
Kannada können wir einfach nicht!
Madjige: Unser Nachtisch. Nach
dem Teller Reis mit Samba und Pallia gibt es einen zweiten Teller Reis mit
einer Wasser-Salz-Buttermilch Mischung. Sieht aus wie Milchreis, schmeckt
aber nur mit ausreichend Salz.
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Anna, Samba, Muday
Muday(Raghiball): Dieser Ball
aus Fingerhirse kann alles („very healthy“, „low costs“, „vitamin A, D“,
“proteins”) und vor allem macht er stark. Das erzählt man uns zumindest so.
Auf jeden Fall ist er voll mit Kohlenhydraten!
Geschmacksintensiv ist
allerdings nicht, die Samba und der Glaube können Berge versetzen….
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Dienstag
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Cordubu
Allg: Ein aus kochendem Reis
gerollter Ball(mit der Zeit härten die Hände ab), der in einer scharfen Soße
mit Gemüse(Samba) serviert wird,
Nico: Die Konsistenz des Balls ist
teilweise mit altem Marzipan zu vergleichen. Ist er allerdings weich, dann
schmeckt er ausgezeichnet!
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Mittwoch
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Palau
Allg: Ein gelber Gemüsereis der
mit einer Art Buttermilch(Masaru) gemischt wird.
Robin: Mit Masaru DAS Früchstück. Geht die Milch aus, kann es ziemlich
trocken werden.
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Heute gibt es als Vorspeise Paissa.
Paissa ist eine indische
Süßspeise gemischt aus Milch, Nudeln, Rosinen, Cashewkernen, Kadamom und viel
Zucker.
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Donnerstag
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Opit:
Allg: Ein gelber Griesbrei mit
Gemüsestücken, insbesondere Bohnen und Karotten
Nico: Die gängige Übersetzung im Hostel und in ganz Karnataka,
“concrete”(dt. Beton), sagt alles….
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Ein gekochtes Ei.
Als besonders extra gibt es
heute Abend ein gekochtes Ei. Manchmal gibt es zusätzlich Fried Egg, eine Art
Rührei.
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Freitag
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Poliogare:
Allg: Poliogare ist
handelsüblicher Reis mit einer würzig/scharfen Gemüsemischung einziger uns
auffallender Unterschied zu Citrona: Erdnüsse
Robin: Den Unterschied zu Citrona kennt niemand. Fragt man Zwei, bekommt
zwei verschiedene Antworten. Auch hier ist die Mischung essentiell!
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Siehe Montag/Dienstag
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Samstag
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Rothi:
Allg: Ein aus Reispulver und
Zwiebeln bestehender Pfannkuchen der häufig zusammen mit Rothkohl gegessen
wird.
Nico: Ein echter Gegensatz zum deutschen Pfannkuchen. Zwiebeln und
Rothkohl, statt Zucker und Zimt!
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Sonntag
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Idly:
Allg: Ein aus Reispulver,
Kokosnuss und Dalpulver bestehendes weißes Ufo etwa handflächengroß. Mit Samba
oder einem scharfen Chutney aus gemahlener Kokosnuss.
Robin: Das Lieblingsessen unserer Kinder. Mit gutem Chutney oder
geschmacksintensiver Samba durchaus nachzuvollziehen!
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Chickensamba
Statt der typischen Samba wird
heute ein zerhacktes Huhn gekauft und komplett in der Samba gekocht. Es ist
wie Lotto: Vom Filet bis zum Fuß ist alles drin!
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Unser Fazit: Nach 6 Monaten lernt man den Reis zu schätzten. Gibt es ihn einen Tag nicht, fehlt etwas. Auch die Schärfe ist Gewöhnungssache. Inzwischen können wir schärfer essen als unser Mentor. Sehr zur Belustigung unseres restlichen Staffs.
Brot mit Marmelade vs Reis
mit Citrona:
Oft haben wir uns die Frage gestellt, was wir lieber mögen. Hier in Indien fehlt uns das Brot nicht, aber ob wir uns in Deutschland an ein „Mittagessen“ zum Frühstück gewöhnen könnten?
Oft haben wir uns die Frage gestellt, was wir lieber mögen. Hier in Indien fehlt uns das Brot nicht, aber ob wir uns in Deutschland an ein „Mittagessen“ zum Frühstück gewöhnen könnten?
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