Hallo, dieser Blog ist Teil des Weltwärtsjahrgangs 2013. Hier berichten Nicolas und Robin regelmäßig über die Erfahrungen in ihrem Weltwärtsprojekt "Prachodana".
Sonntag, 1. Dezember 2013
Montag, 25. November 2013
Großprojekt: Laternen
Am 11. November feiert man in Deutschland St. Martin. Wir sind aber in
Indien, dennoch möchten wir das Fest gerne feiern. Wir stellen uns also der
Herausforderung mit 35 Kindern Laternen zu basteln.
Seit dem 25. Oktober
kleistern wir Laternen.
Ballons haben wir aus
Deutschland mitgebracht, Transparentpapier gilt es zu finden. Der Shop unseres
Vertrauens erweist sich als verlässlich. Einziges Problem, das Papier ist
hauchdünn und würde keine Kerze halten. Wir steigen auf Zeitungspapier um.
Wir öffnen unseren
Kleister, er ist feucht geworden.
Robin: „Hält das?“
Nico: „Es muss!!!“
Da wir nach 2 Monaten
Kinderheim bereits Erfahrung mit Großgruppen haben, fangen wir erstmal klein
an. Wir suchen uns 8 Grundschüler heraus.
Das Ergebnis ist ausbaufähig:
Zwei Stunden kleistern, 2 Laternen kaputt und 100 000 Schnipsel auf dem Boden.
Wir hängen die verbleibenden Laternen, in ein Zimmer und ziehen uns erschlagen
zurück. Am nächsten Tag fehlt eine weitere Laterne.
Wir denken um: Die
nächsten Gruppen werden kleiner, die Laternen hängen wir gut sichtbar nach
draußen zum Trocknen.
Samstag, 9. November 2013
Auf dem Sofa mit viel Publikum
Wir erzählen von einer etwas anderen Erfahrung:
Nach dem Mittagessen machen
wir uns auf den Weg um unsere tägliche Ration Vitamine, Kekse und indische
Heißgetränke zu kaufen. Unser Ziel heißt Taniruhalla, eine Kreuzung mit vielen
Geschäften. Zunächst spazieren wir in Richtung Grundschule. Es ist derselbe
Weg, den wir morgens mit unseren Kindern laufen. Am Straßenrand steht eine
Frau, sie grüßt uns, es ist eine der Grundschullehrerinnen. Wir haben sie
einige Tage zuvor bei einer Function zum Nationalfeiertag Karnatakas in der
Grundschule kennengelernt.
Sie winkt uns freundlich zu
sich ins Haus. In einem kleinen Zimmer sitzen ihr Sohn und ihre Tochter, sowie
eine ältere Frau auf einem Bett, das als Couch dient. Der Fernseher läuft bis
der Strom ausfällt. Wir werden neben der älteren Frau aufs Sofa gesetzt und man
guckt uns an.
Wir fragen uns: „Was
passiert jetzt?“
Mittwoch, 6. November 2013
Erzähl mir von Indien...
Wir kommen die Treppe runter, ein „Good morning, Sir. How
are you?“ schallt uns entgegen. Auf unserem Weg bis zur Küchentür beantworten
wir diese Frage gefühlt im Sekundentakt.
Nun raspeln wir, mehr oder weniger geschickt, einige Kokosnüsse.
Im Topf kocht schon der obligatorische Reis, der aus dem Essensplan nicht
wegzudenken ist.
Zurück auf der Bank in der Eingangshalle bekommen wir einen
Chai oder heiße Milch serviert.
Wir bringen die Kinder zur High School, in der Tasche 2€.
Der „social Teacher“ möchte deutsches Geld tauschen. Auf einmal biegen wir ab
und finden uns vor einer Haustür wieder. Wollten wir nicht zur Schule?
Doch Surratsch* überzeugt uns mit einem „Sir, comming!“,
dass wir hier richtig sind.
Die Kinder vorweg, wir hinterher geht es ins Haus. Man
bietet uns Frühstück an. Wir lehnen ab, aber Chai und Kekse sind unabdingbar
für die indische Gastfreundlichkeit.
Wir verlassen das Haus wieder, mit 160 Rupies mehr, einem
Lehrer, der sich über unseren Glückscent gefreut hat und einer Einladung zum
Abendessen.
Wir sitzen in unserem Zimmer und planen unseren Unterricht.
Zumindest versuchen wir das.
Es macht „BUMM!“, es macht „POCK!“, es macht „BAMM!“, wir
werden weichgeklopft.
Neben uns entsteht ein zweiter Stock, das Brückenschulgebäude
wird erweitert.
An Arbeit ist nicht zu denken.
Sonntag, 20. Oktober 2013
Mysore Dussehra
Mitten in der Nacht...
Dussehra Festival in Mysore from Nibo.
Robins erster Wecker
klingelt, Nico wacht auf.
Robins zweiter Wecker
klingelt, Nico ist bereits im Bad.
Robins dritter Wecker
klingelt, Robin wacht auf, Nico ist fertig.
Nicos erster Wecker
klingelt, es ist 4:15!
Eine Dreiviertelstunde
später sitzen wir mit Anna, Vivienne und unserem Mentor im Bus. Das Ziel lautet
Mysore. Heute wird dort mit dem sog. Dussehra-Festival der Sieg des Guten über
das Böse groß gefeiert. Der Sage nach siegte an diesem Tag der Hindugott Rama
über den Dämonenkönig Ravana.
In Mysore angekommen,
treffen wir Leon und Jonathan aus
Prajna. Die deutsche Touri-Gruppe ist vollständig. Beim Frühstück gibt
es viele Dinge auszutauschen und jeder ist gespannt, was die Anderen aus ihren
Projekten zu berichten haben.
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